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Bundeswettbewerb 2017

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Besonderheiten des Pararuderns

Besonderheiten des Pararuderns 12/01/2015
Gleichheit in der Behinderung?

Einteilung in Klassen, Bootsmerkmale
Die Vielzahl von Behinderungen lässt sich nicht vereinheitlichen. Von leichten Behinderungen
über Seh- und Hörbehinderungen, von angeborenen Einschränkungen und „erworbenen" Behinderungen
bis zur frühkindlichen Hirnschädigung und geistigen Behinderung sind die Belastungsmöglichkeiten
und Leistungsfähigkeiten sehr unterschiedlich. Diesen Unterschieden sieht sich
auch der Ruderverband zusammen mit der FISA gegenüber den Sportler verantwortlich und verpflichtet.
Die Behinderungen werden in körperliche und in geistige Behinderungen unterteilt. International
werden dafür Abkürzungen verwendet: (Quelle: Wikipedia / FISA / DRV)


LTA – Beine, Oberkörper und Arme
Die Ruderbewegung kann grundsätzlich mit dem ganzen Körper ausgeführt werden (LTA bedeutet
„legs, trunk, arms" zu dt. „Beine, Oberkörper, Arme"). Die Klasse LTA wird in LTA-PD (physikal
disabilities - körperliche Behinderung) und LTA-B1/B2/B3 (Blindheit bis schwere visuelle Beeinträchtigung
nach der International Blind Sports Federation) weiter unterteilt.


TA – Oberkörper und Arme
Die Ruderbewegung wird nur mit dem Oberkörper und den Armen ausgeführt (TA bedeutet
„trunk, arms" zu dt. „Oberkörper, Arme"). Das Boot hat einen festen Sitz anstelle des Rollsitzes
und der Ruderer wird auf Höhe der Oberschenkel mit Gurten fixiert.


AS – Arme und Schultern
Die Ruderbewegung wird nur mit den Armen und Schultern ausgeführt (AS bedeutet „arms,
shoulders" zu dt. „Arme, Schultern"). Das Boot hat einen festen Sitz anstelle des Rollsitzes und
der Ruderer wird auf der Höhe des Brustkorbes mit Gurten fixiert.


ID – geistige Behinderung
Diese Klasse ist für Ruderer mit geistiger Behinderung geschaffen (ID bedeutet „intellectual disability").


Wettkämpfe sind für alle Klassen möglich, jedoch für Sportler mit geistiger Behinderung nur auf
nationaler Ebene. Diese Schadensklasse lässt sich nicht klar nachweisen und dadurch kann eine
Benachteiligung nicht eindeutig „definiert" werden. Es ist früher scheinbar leider besch.....en worden,
sogar in der Behinderung! Wegen der geringen Verbreitung des Pararuderns sieht man bei
Wettkämpfen fast immer die gleichen Leute, ist sehr schön und familiär - verliert aber leider etwas
an Spannung.


Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die Standartboote verwendet werden können.
Ein paar Kleinigkeiten sind jedoch zu beachten! Ebenso wie im Allgemeinen Rudersport ist die
Schwimmfähigkeit aller im Boot befindlichen Personen ein wichtiges Sicherheitskriterium auch im
Handicaprudern. Im Falle einer Kenterung müssen alle Personen in der Lage sein, sich selbstständig
über Wasser zu halten. Der Ausstieg aus dem gekenterten Boot kann dabei beim Handicaprudern
erschwert sein, wenn die Ruderer am Sitz fixiert werden müssen. Während im allgemeinen
Rudersport die Ruderer lediglich an ihren Füßen am Stemmbrett im Boot fixiert sind,


kann die Behinderung von Handicapruderern weitere zum Teil erhebliche Fixierungen am Boot
und an den Skulls oder Riemen notwendig machen. Im ASM1x, ASW1x und im TAMix2x werden
die Ruderer beispielsweise durch bis zu drei Gurte am Sitz befestigt. Der Ausstieg muss deshalb
zu Beginn der Ruderausbildung mehrfach geübt werden, wobei auf die speziellen Bedürfnisse
eines jeden Handicapruderers gesondert eingegangen werden muss. Die zum schnellen Ausstieg
notwendigen Griffe zur Lösung der Fixierung können mit Händen oder dem Mund ausgeführt
werden und sind standardisiert.


Die Boote für die Klasse AS & TA sind deutlich breiter und somit kippsicherer als die normalen
Rennboote. Alle anderen Klassen werden mit Standartbooten ausgetragen. Skull und Riemen
entsprechen, bis auf die AS Klasse, den Standartmaßen.


Bei uns im Verein sind Sportler in den Klassen AS; LTA und ID aktiv. Ein Mannschaftsboot ist
derzeit nur im ID Bereich denkbar. Für Sportler mit körperlichen Einschränkungen ist der Rudersport
noch nicht bekannt. Rudern muss sich gegen die Rollstuhlsportarten wie Basketball, Rollitanz
durchsetzen. Dazu ist es nötig, der Öffentlichkeit überhaupt erst einmal zu verdeutlichen,
dass sich Rollstuhl und Boot nicht gegenseitig ausschließen.


Wenn sich jemand für diesen Sport interessiert, kann er/ sie sich jederzeit an unseren Vorstand
bzw. an mich wenden. Mit Informationen und Ausprobieren beginnt man diesen Sport am einfachsten
im Verein.


Lutz Bühnert
Die Angaben zu Klassen und Bootsbesonderheiten sind Wikipedia entnommen, sowie der Worldrowing.com Site

 

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