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Bundeswettbewerb 2017

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Deutsche Großboot- und Sprintmeisterschaften in Salzgitter PDF Drucken
Montag, den 23. Oktober 2017 um 10:54 Uhr

Die Rudersaison beginnt mit den Deutschen Kleinbootmeisterschaften Anfang April, wo es darauf ankommt, sich für internationale Aufgaben in den verschiedenen Bootsgattungen zu qualifizieren. Und die Rudersaison endet mit den Deutschen Großboot- und Sprintmeisterschaften im Oktober, wenn die internationalen Aufgaben vollständig erledigt sind. Hier besteht die Gelegenheit, sich auf nationaler Ebene in Vereinsbooten oder Renngemeinschaften in den verschiedenen Bootsgattungen und auf kürzeren Strecken zu messen.

 

Deshalb startete Fini Sturm (Ruder-Club-Havel Brandenburg, RCHB) im Leichtgewichts-Doppelzweier nicht wie sonst in dieser Saison mit Leonie Pless (Germania Frankfurt), sondern mit ihrer Vereinskameradin Steffi Donner (verh.: Michaelis). Sie hatte vor fast 20 Jahren ihre ruderischen Höhepunkte, als sie deutsche Jugendmeisterin bei den Leichtgewichtsruderinnen geworden war. Seither treibt Steffi zwar regelmäßig Sport, rudert aber fast nur auf dem Ruderergometer. Doch beide Ruderinnen nahmen die Herausforderung an und bildeten kurzfristig einen Leichtgewichts-Doppelzweier für diese Regatta. Nach einigen Versuchen am Freitag war klar: Mit Steffi als Bug- und Fini als Schlagfrau lief das Boot am besten und ungewöhnlich harmonisch für die extrem kurze Eingewöhnungszeit.

 

Samstag, pünktlich zum Sonnenaufgang, Vorlauf der Deutschen Sprintmeisterschaft im Doppelzweier: „Es wäre schön, sich direkt für das Finale am Sonntag zu qualifizieren, denn dann erspart man sich den Hoffnungslauf um die Mittagszeit und es bleibt mehr Kraft für die 1.000m am Samstagnachmittag." Auch die Streckenlänge war für beide neu: 350m, das heißt von Anfang an voller Krafteinsatz, hohe Schlagzahl und trotzdem harmonisch und effektiv rudern. Und es klappte hervorragend, selbst gegen sehr eingespielte Teams. Steffi und Fini setzten sich mit relativ sicherem Abstand durch und gewannen den Vorlauf.

 

Am Nachmittag wurde es dann ernster: Deutsche Meisterschaften Großboote, 1.000m, Doppelzweier, Leichtgewichte, gleich Finallauf mit sechs Mannschaften. Hier ging es sofort richtig zur Sache. Steffi und Fini lagen relativ weit hinten und erst bei halber Strecke auf dem dritten Platz. Sie wollten aber mehr. An das Boot aus Berlin kamen sie allmählich heran. Aber das Offenbacher Boot hielt kräftig dagegen und ließ sich nicht beeindrucken. Und das Ziel schien nahe. Da rief Steffi im Bug: kürzer (d.h. kürzere Schläge, um die Schlagzahl zu erhöhen). Und der Turbo funktionierte. Sie zogen relativ zügig an dem Berliner Boot mit Sofie Vardakas und Luisa Simon, deutsche U19 Meisterinnen, vorbei. Dann mussten auch die Offenbacherinnen sie passieren lassen. Steffi und Fini führten auf einmal mit einer Luftkastenlänge. Gleich muss das Ziel kommen. Das dachten sie. Aber es war noch ein Stück. Doch sie hielten durch und konnten den Vorsprung ins Ziel retten. Deutsche Meisterinnen im Leichtgewichts-Doppelzweier - und das als reines Vereinsboot. Die Leistung ist erstaunlich, vor allem von Steffi, die seit vielen Jahren keinen Hochleitungssport mehr betreibt.

 

Am nächsten Tag dann das Finale der Sprintmeisterschaften (350m), allerdings ohne Gewichtsbeschränkung mit teilweise physisch überlegenen Gegnerinnen. Leider mit etwas Gegenwind, der für Leichtgewichtsruderinnen besonders ungünstig ist. Jetzt hieß es wieder „volle Kanne" von Anfang bis Ende. Fini und Steffi kamen nicht so schnell in Schwung wie die Gegnerinnen, kämpften aber kräftig. Und sie kamen etwas heran. Aber es reichte diesmal nicht für das Treppchen. Sie wurden knapp vierte. Die ersten fünf Boote kamen alle innerhalb von 2sec Abstand ins Ziel. Ein tolles Ergebnis für Steffi und Fini.

 

Nächstes Jahr werden diese Meisterschaften im Oktober in Brandenburg an der Havel ausgerichtet werden. Das ist eine tolle Gelegenheit kurzweilige Ruderwettkämpfe anzusehen bei denen man mit bloßem Auge die gesamte Strecke überblicken und die heimischen Rudermannschaften anfeuern kann.

 

Walter Noske

 

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